ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZUR PHOTODYNAMISCHEN THERAPIE

Was ist die PDT?
Die photodynamische Therapie (PDT) ist eine neue, nicht-invasive Behandlung des Hautkrebses. Die Wirkung der Therapie beruht auf der Anwendung spezieller Photosensibilisatoren, Stoffen, die Tumorzellen gegen Licht sensibilisieren. Durch Bestrahlung mit sichtbarem Licht entstehen aggressive Sauerstoffmoleküle, die das Tumorgewebe zerstören.

PDT mit Aminolävulinsäure:
Bei Hautkrebs kommt vor allem Aminolävulinsäure (ALA) oder ein Ester davon als Photosensibilisator zur Anwendung. Aminolävulinsäure, eine im Körperstoffwechsel bei der Produktion des Blutfarbstoffes der roten Blutkörperchen vorkommende Substanz, wird dabei in Cremeform auf die Haut aufgetragen, penetriert die Haut und wird von Tumorzellen aufgenommen. Die Tumorzellen wandeln durch eigene Stoffwechselvorgänge Aminolävulinsäure kontinuierlich und selektiv in Blutfarbstoffvorläufer (Porphyrine) um, die sich durch die Bestrahlung mit bestimmten Wellenbanden des sichtbaren Lichtes (vom blauen bis zum roten Bereich hin) aktivieren lassen. Nach einer Einwirkzeit von 3 bis 4 Stunden haben Tumorzellen in der Regel ausreichend Porphyrin gebildet, sodass eine wirksame Behandlung möglich ist.

Bei welchen Formen von Hautkrebs wirkt die PDT?
Die PDT wirkt bei aktinischen Keratosen (Hautkrebsvorläufern), bei Morbus Bowen (oberflächliches Hautkarzinom) und beim Basaliom, der häufigsten Form von Hautkrebs und Krebs beim Menschen überhaupt. Die Rückbildungsraten nach einer einmaligen Behandlung liegen bei etwa 80 bis 90 Prozent. Die Behandlung wirkt nicht bei pigmentierten Hauttumoren wie z.B. beim Melanom, da das Pigment dieser Tumore das Eindringen des zur Wirkung der PDT notwendigen Lichtes verhindert.

Kann die PDT auch ohne ALA Creme angewandt werden?
Ja, dann als WIRA (wassergefiltertes Infrarot A) bezeichnet, zum Beispiel bei schlecht heilenden Wunden, Warzen oder mit Spezialfilter bei  Akne, da die Akne verursachenden Bakterien porphyrinartige Substanzen akkumulieren.

Nebenwirkungen der PDT:
Während der Lichtbestrahlung und in den ersten Minuten und Stunden danach treten im behandelten Hautareal häufig unangenehme Empfindungen wie Hitzegefühl, Ameisenlaufen, Brennen oder Schmerzen auf. Im Bereich des bestrahlten Hautareals kommt es zu vorübergehenden, einige Tage anhaltenden Rötungen, Schwellungen und/oder Blasenbildungen. Selten treten länger braune und/oder weiße Hautverfärbungen an den behandelten Stellen auf. Bis heute sind keine langfristigen, ernsthaften Nebenwirkungen der PDT bekannt.

Vorteile der PDT:
Die PDT weist gegenüber anderen Behandlungsverfahren vor allem bei großflächigen Hauttumoren extreme Vorteile auf, da bei diesen z.B. chirurgische Eingriffe oft nur mit größtem operativen Aufwand, wie z.B. plastischer Deckung, möglich sind. Auch lassen sich vor allem die oft in hoher Anzahl an sonnenlichtexponierten Arealen vorkommenden aktinischen Keratosen leicht mit PDT behandeln. Bei teilweisem Ansprechen eines Hauttumors kann die PDT wiederholt werden. Meist führen dann weitere Behandlungen zum Erfolg. Die PDT übertrifft mit ihren ausgezeichneten kosmetischen Behandlungsergebnissen alle operativen Verfahren und weist nicht zuletzt deswegen eine äußerst hohe Patientenakzeptanz auf.

Nachteile der PDT:
Leider werden die Kosten dzt. von den Kassen nicht übernommen.

Ordination Photodynamische Therapie
Leider kann die Photodynamische Therapie nur in der Ordination Wien durchgeführt werden.