Axilläre Schweißdrüsen-Saugcurretage

Bei axillärer Hyperhidrose (übermäßiges Schwitzen im Achselbereich) gibt es neben temporären Therapiemöglichkeiten auch eine operative Methode, bei der die Schweißdrüsen dauerhaft entfernt werden.

Der minimal-invasive Eingriff wird in Tumeszenztechnik (eine spezielle Art der Lokalanästhesie) durchgeführt, wobei über sehr kleine Hautschnitte (2–3 mm) Kanülen mit einem Maximaldurchmesser von 3 mm eingeführt werden. Die durch die Tumeszenzlösung aufgeweichten Schweißdrüsen können dann leicht und rasch abgesaugt werden.
Insgesamt dauert der Eingriff ca. 1 Stunde für beide Achseln. Die kleinen Schnitte werden anschließend mit einem Klebepflaster oder einer kleinen Naht mit resorbierbarem Nahtmaterial verschlossen.

Es handelt sich um eine ambulante Operation, das heißt die Patientinnen und Patienten können gleich im Anschluss nach Hause gehen.

TUMESZENZ-TECHNIK

Darunter versteht man eine Sonderform der Lokalanästhesie, wobei ein Lokalanästhetikum stark verdünnt (auf ca. 5%) und abgepuffert wird, sodass es nahezu schmerzfrei injiziert werden kann. Dabei werden große Mengen verabreicht, wodurch das Gewebe (z.B. Fettzellen) aufgeweicht wird.